Kia Ora
Secret of Love

Kia Ora
Secret of Love
2018-10-29T13:09:40+00:00

Project Description

Kia Ora Secret of Love

Der letzte Teil der herzergreifenden und tief bewegenden Familien-Saga vor der traumhaften Kulisse Neuseelands.

Der junge Maori-Nachkomme Tane steht auf der Schwelle zum Erwachsen werden. Etwas orientierungslos und auf der Suche nach seiner Berufung absolviert er ein landwirtschaftliches Praktikum im fernen Deutschland. Schnell fühlt er sich dort wohl.

Doch plötzlich bricht die grausame Wirklichkeit über ihn herein, als das Schicksal gleich mehrmals erbarmungslos zuschlägt. Völlig überfordert von seinen Gefühlen reist er überstürzt zurück in seine Heimat. Auf der elterlichen Rinderfarm ist jedoch nichts, wie es war, und Tanes angekratzte Seele kommt nicht zur Ruhe. Erst als er der geheimnisvollen Grace begegnet und durch sie die Freuden der körperliche Liebe kennenlernt, scheint sich alles zum Guten zu wenden. Doch was die wahre Liebe bedeutet, muss Tane noch lernen …

 Der Neuseelandroman ist als Ebook oder als Taschenbuch versandkostenfrei erhältlich. Seitenzahl der Printausgabe 267.

 Erschienen: 2018 beim Droermer Knaur Verlag in der Kategorie „feelings“.

Jetzt rechtzeitig zum Weihnachtseinkauf hier versandkostenfrei erhältlich!

Leseprobe

aus dem Kapitel: Verwüstung

 In dieser traurigen Zeit veränderte sich Tane. Ohne dass es jemand bemerkte, wurde er immer schweigsamer und in sich gekehrt. Er igelte sich ein. Mechanisch erfüllte er zwar seinen Dienst auf der Farm, als hätte er nie etwas anderes getan, doch die Leere blieb. Was die Männer ihm sagten, wurde widerspruchslos erledigt. Vor einem Jahr noch hatte er oft nach einer Ausrede gesucht, um sich vor seinen Pflichten zu drücken, um mehr Freizeit herauszuschlagen. Er war fröhlich und aufgeschlossen gewesen und hatte für so manche Albereien im Laufe des Tages gesorgt. Tane hatte seine Jugend zu genießen verstanden und jede freie Minute mit seinen Freunden aus der Schulklasse am Strand verbracht. Maggie hatte damals immer behauptet: »Du bist ein elender Charmeur und schaffst es immer wieder, mich um den kleinen Finger zu wickeln.« Dabei hatte sie ihm durch sein zerzaustes Haar gestrichen und gelacht. Tane hatte stets gute Laune gehabt und seine Mitmenschen damit anstecken können.Davon war nun nichts mehr zu spüren. Doch bevor das jemandem auffiel, verging viel Zeit, und es konnte keiner dafür verantwortlich gemacht werden. Es ergab sich einfach, dass Tane sich selbst überlassen war. Niemand fragte, wie es ihm in Deutschland ergangen war oder ob er sich Gedanken über seine Zukunft gemacht hatte. Es war, als ob er niemals weg gewesen wäre, als ob er zu den Arbeitern auf der Farm gehören würde.

Normalerweise war das gar nicht Maggies Art. Sie war es sonst, die ihre Lieben um sich scharte wie eine Henne ihre Küken. Stets hatte sie einen siebten Sinn für den Kummer und Sorgen ihrer Familie gehabt. Sie machte zwar mehrere Versuche, mit Tane in ein persönliches Gespräch zu kommen, doch irgendetwas schien immer dazwischenzukommen. Ausgerechnet jetzt war sie mit ihren Gedanken und Sorgen so sehr bei ihrem Geschäft, dass sie sogar übersah, wie schlecht es ihrem Sohn ging. Tanes Vater und Marc, Anteilseigner an der Farm, waren nur mit der Instandsetzung beschäftigt, und Chiara, Marcs Frau und Maggies Nichte, half beim Wiederaufbau der Schule mit, an der sie arbeitete. Auch Rose war nur kurz gekommen, um beim Wiederaufbau zu helfen. Es war aber keine Zeit gewesen, um miteinander zu sprechen. Und Chelsea war ja sowieso nicht da. Sie studierte und wohnte im entfernten Wellington. Mit wem hätte Tane also reden sollen?

 Fast zur gleichen Zeit, als die Fernmeldeleitung wieder funktionierte, gab es auch endlich wieder Strom. So rasch er konnte, rannte Tane die breite Treppe im Haus hinauf. Mit seinen langen Beinen, immer zwei Stufen auf einmal nehmend, hastete er zu seinem Schlafzimmer. Dort lag sein Handy. Innerlich hoffte er immer noch, dass sich Charlotte gemeldet hatte. Er war in großer Sorge darüber, dass sie seinen Brief gelesen und sofort versucht hatte, ihn anzurufen. Immerhin waren schon zwanzig Tage vergangen, seit er Deutschland den Rücken gekehrt hatte. Er bezweifelte, dass die Leute dort mitbekommen hatten, dass am anderen Ende der Erde ein Beben stattgefunden hatte und die Versorgungsleitungen gekappt waren. In der Trauer um Markus hatten sie sicherlich anderes zu tun, als sich um die Nachrichten aus aller Welt zu kümmern. Mit zitternden Fingern aktivierte Tane das Handy. Die Sekunden des Hochfahrens kamen ihm wie Minuten vor. Und tatsächlich! Dreiundzwanzig Nachrichten in seiner Abwesenheit. Schnell überflog er die Nummern und Namen im Display. Einige Freunde waren darunter. Aber keine Nachricht von Charlotte. Tane war unendlich enttäuscht. Doch halt! Mehrmals tauchte die Nummer von Markus auf? Das konnten nur Markus’ Eltern sein, die mit dem Handy ihres verstorbenen Jungen versucht hatten, Kontakt zu Tane aufzunehmen. Es waren sogar mehrere WhatsApp-Nachrichten angekommen, in denen stand, »Bitte melde dich« oder »Bitte ruf zurück«. Hermann war bestimmt immer noch stinksauer auf ihn und wollte seine Trauer und seine Wut an ihm auslassen. Sein ehemaliger Chef würde ihn an den Pranger stellen, wenn er ihn zurückrief!Tane stand der Schweiß auf der Stirn. Er entschied, dass er dafür noch nicht bereit war. Die Angst darüber, für den Tod von Markus verantwortlich gemacht zu werden, blockierte ihn total.

Über die Autorin

Mit meinen Büchern lebe ich meine Träume, viele schöne Worte, bin Autorin, betreibe Internetmarketing, gehe self publishing, schreibe, blogge und finde Problemlösungen und teile meine Träume mit dir.

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